RFID-Reader für Industrie 4.0 Anwendungen im Maschinenbau

veröffentlicht am 29. Mai 2018 in Industrieelektronik und MSR-Technik von

Intelligente Maschinenzugangskontrolle via RFID-Reader

Viele Maschinenanwendungen erfordern in der heutigen Zeit  eine zuverlässige Zugangskontrolle mit unterschiedlichen Nutzerebenen vom einfachen Maschinenbediener, über Wartungs- und Servicekräfte bis hin zum Administrator. Der typische Schlüsselschalter kann mittlerweile durch elektronische Schlüsselsysteme mit einem RFID-Chip ersetzt werden. Die Firma Beck Electronics aus Stockach hat mit der TM-Serie drei RFID-Reader für Maschinenanwendungen verschiedenster Art und für unterschiedliche Ansprüche entwickelt. Diese sorgen nicht nur für eine einfachere Handhabung der Maschinenzugangskontrolle, sondern bieten je nach Ausführung weitere sinnvolle Funktionen und ergänzende Möglichkeiten.

TM-300: RFID-Reader als Schlüsselsystem

TM-100: RFID-Reader mit 5 Tags

Das elektronische Schlüsselsystem TM-100 ist die einfachste und zugleich kostengünstigste Variante der TM-Serie. Sie bietet eine zuverlässige und sichere Maschinenzugangskontrolle mit fünf Berechtigungsstufen (Tags), mit denen bereits eine Vielzahl an typischen Maschinenfreischaltungen abgedeckt werden kann. Eine davon (Tag Nummer 5) dient als Administratorebenene mit Vollzugriff auf alle Maschinenfunktionen, während die Nummern 1 bis 4 als Anwenderebenen fungieren. Das in einem Schalttafelgehäuse (Aufbaugehäuse optional) untergebrachte Gerät verfügt über einen frontseitigen Slot, in den der jeweilige RFID-Chip hineingeschoben wird, der den Anwender für die ihm zugewiesenen Maschinenfunktionen autorisiert. Die Tags können wahlweise ab Werk vorkonfiguriert oder via serielle RS232-Schnittstelle parametriert werden. Als Schlüsselschalterersatz für den Administratorzugang dient ein 24 V PNP-Digitalausgang. Optional sind zusätzliche 4 Digitalausgänge für weitere Maschinenfunktionen verfügbar.

TM-200: bis zu 100 Tags verwalten

Die Variante TM-200 verfügt über eine integrierte RTC-Echtzeituhr und Datenbank mit CSV-Exportfunktion. Diese Version erlaubt die Verwaltung bis zu 100 Tags, bzw. 1 Admin- und 99 Anwenderebenen. Das Einschieben einer handelsüblichen SD-Karte über den frontseitigen Kartenslot ermöglicht die externe Weiterverarbeitung sämtlicher gespeicherten Daten und Protokolle. Die Parametrierung erfolgt über eine betriebssystemunabhängige Bedienoberfläche die an die integrierte RS232-Schnittstelle angeschlossen wird. Als Schlüsselschalterersatz für den Administratorzugang dient auch beim TM-200 ein 24 V PNP-Digitalausgang. Optional sind weitere 4 Digitalausgänge verfügbar.

TM-300: unlimitierte Anzahl an Tags und netzwerkfähig

Die Variante TM-300 ist ein elektronisches High-End-Schlüsselsystem mit integrierter RTC-Echtzeituhr. Es können bis zu 100 Master-Tags für Administratorenfunktionen definiert werden, wobei es beim TM-300 keine Begrenzung der Anzahl an Anwenderebenen für die Maschinenzugriffe gibt. Das System verfügt über eine Modbus TCP Schnittstelle nach CPF15/1 Norm, mit der die Anbindung an das firmeninterne Netzwerk möglich ist, wo alle gespeicherten Daten und Protokolle dann visualsiert, analysiert und weiterverarbeitet werden können. Auch eine direkte Kommunikation mit angebundenen Maschinensteuerungen, inklusive Visualisierung der relevanten Maschinenparameter, ist mit dem TM-300 möglich. Die Parametrierung erfolgt ebenfalls über die Modbus TCP Schnittstelle, während sich mit der ebenfalls vorhandenen RS232-Schnittstelle Fehleranalysen durchführen lassen. Auch das TM-300 besitzt einen Digitalausgang als Schlüsselschalterersatz für den Administratorzugang, wobei auch hier bis zu 4 zusätzliche Digitalausgänge für weitere Maschinenfunktionen optional verfügbar sind.

Ergänzende Applikationen in Industrie 4.0 Umgebungen

Der hohe Funktionsumfang und weitere Applikationen die sich daraus ergeben, ermöglichen es, den komplexen Ansprüchen in Industrie 4.0 Umgebungen gerecht zu werden. Beispielsweise können die Maschinenstunden bei „Pay per Use“ Maschinen abgerechnet werden. Mit einem TM-300 pro Maschine und einem zentralen Server, der an das das System angebunden ist, lassen sich die angefallenen Betriebsstunden minutengenau abrechnen und jederzeit nachvollziehbar protokollieren.

Ergänzend kann das TM-300 dazu verwendet werden, Maschinenunterweisungen intelligent durchzuführen, zu überwachen und zu protokollieren. Die Verwaltung erfolgt über einen zentral gesteuerten Server wofür eigens eine spezielle Serverapplikation entwickelt wurde. Somit können mit dem TM-300 auch die Anforderungen des Arbeitsschutzes erfüllt werden, um einen sicheren Betriebsablauf sowie gefahrenfreie Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.

Datenverwaltung via SD-Karte (TM-200) oder Modbus TCP (TM-300)

RFID Maschinenautorisierung mit Datenbank

Wie in der Grafik oben veranschaulicht, erfolgt die Verwaltung der Nutzer- und Maschinendaten beim TM-200 über eine SD-Karte. Diese Daten können dann an einem PC oder Notebook weiterverarbeitet werden. Die Variante TM-300 wird via Modbus TCP an ein Netzwerk angebunden, wodurch die Datenverarbeitung und -verwaltung zentral an einer Leitstelle, an einer externen Zweigstelle oder individuell an der Maschine erfolgen kann.

Link zum Anbieter:

 

Informationen und Kontakt:

Beck Kommunikationselektronik
78333 Stockach
Bodenseeallee 18
Tel.: 07771 806 8668
Web: Maschinenfreischaltung.de
E-Mail: mail@beck-electronics.de

 


Für diesen Beitrag sind die Kommentare geschlossen.